Heute beginnt das Weihnachtsfasten. Es dauert 40 Tage: Es beginnt am 15. November und endet am 24. Dezember.
Das Fasten mag mit der Religion verbunden sein, es ist aber gleichzeitig auch eine Gelegenheit für eine natürliche Entlastung des Körpers von tierischen Lebensmitteln.
Die Vorteile des Fastens für unsere Gesundheit sind zahlreich und lassen sich so zusammenfassen:
- Es kann den Cholesterin- und Triglyceridspiegel senken, da es arm an tierischem Fett ist.
- Weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen, da wir weniger gesättigte Fette und mehr einfach ungesättigte Fette aus Olivenöl, Tahini und Nüssen zu uns nehmen.
- Gute Verdauung, weniger Verstopfung und Regulierung von Blutdruck und Blutzucker dank der höheren Ballaststoffzufuhr aus Obst, Gemüse und Getreide.
- Schutz durch Vitamine und Flavonoide, die für ihre antioxidative Wirkung und die Stärkung unseres Immunsystems bekannt sind.
- Verbesserung der Herz- und Nervenfunktion. Meeresfrüchte und Fisch liefern größere Mengen an Selen sowie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.
Manche Lebensmittel scheinen besonders vorteilhaft zu sein. Sesam und Tahini sind eine Quelle für Kalzium, Aminosäuren und Energie. Fasten für einen kurzen Zeitraum trägt wirklich zu unserer körperlichen und geistigen Reinigung bei. Besondere Vorsicht und den Rat einer Fachperson brauchen wir, wenn wir über einen längeren Zeitraum fasten, denn wir entziehen unserem Körper bestimmte schwer ersetzbare Nährstoffe, was unter bestimmten Umständen gefährlich sein kann.
Auf welche Nährstoffe sollte ich achten und wo sind sie enthalten?
- Essen Sie mehr komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe: Kohlenhydrate sind eine Hauptenergiequelle für den Körper, und die Ballaststoffe in Vollkornprodukten verbessern die Darmfunktion! Ideal sind Lebensmittel wie Getreide, Vollkornnudeln, Bulgur, brauner Reis und Hülsenfrüchte.
- Ausreichende Eiweißzufuhr: Eiweiß ist eine gute Energiequelle und trägt zum Erhalt des Muskelgewebes bei. Wichtige Eiweißquellen in der Fastenzeit sind Fisch, Meeresfrüchte, Hülsenfrüchte, Pilze, Sesam und Nüsse. Meeresfrüchte im Speiseplan ersetzen Fleisch und tragen wesentlich zur Aufnahme von Nährstoffen bei, die in pflanzlichen Lebensmitteln fehlen, wie Vitamin B12. Alle Meeresfrüchte enthalten jedoch viel Natrium und sollten daher mit Bedacht gegessen werden. Für Eiweiß mit vollständiger biologischer Wertigkeit nutzen Sie folgende Kombinationen pflanzlicher Lebensmittel:
- Vollkorngetreide mit Nüssen
- Hülsenfrüchte mit Getreide, z. B. Bohnen, Linsen, Kichererbsen mit Reis oder Bulgur
- Hülsenfrüchte mit Nüssen, z. B. Bohnen, Linsen, Kichererbsen mit Walnüssen
- Reis mit Pilzen oder Meeresfrüchten
- Ausreichende Eisenzufuhr: Ergänzen Sie Ihre Ernährung um grünes Blattgemüse wie Brokkoli und Spinat sowie um Hülsenfrüchte wie Linsen und Augenbohnen. Da pflanzliches Eisen schwer bzw. nur zu einem geringen Teil aufgenommen wird (geringe Bioverfügbarkeit), empfiehlt sich gleichzeitig der Verzehr von Vitamin-C-reichen Lebensmitteln wie Tomaten, Paprika, Zitrusfrüchten und Rosenkohl.
- Ausreichende Kalziumzufuhr: Essen Sie täglich dunkles Gemüse (vor allem Brokkoli und Spinat), Zwiebeln, Samen wie Sesam und Nüsse wie Mandeln, um Ihren Kalziumbedarf zu decken. Sie können auch mit Kalzium angereicherte Pflanzendrinks und Desserts (aus Reis, Soja, Haselnüssen, Mandeln usw.) zu sich nehmen. Eine ausgezeichnete Kalziumquelle ist Tahini.
Bedenken Sie, dass manche Personengruppen individuelle Bedürfnisse haben. Sie sollten daher vor dem Fasten am besten ihren Arzt oder ihre Ernährungsfachkraft fragen.
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