Adipositas ist ein Zustand, der mit einer Zunahme des Körperfetts einhergeht. Um Adipositas objektiv zu bestimmen, verwenden wir verschiedene Indizes wie den Body-Mass-Index (BMI). Die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization – WHO) erkannte Adipositas 1997 als weltweite Epidemie an, und 2016 erreichte die Zahl der übergewichtigen Erwachsenen weltweit 1,9 Milliarden – mit weiter steigenden Raten in Europa und auch in Griechenland.
Als krankhafte Adipositas wird eine schwere chronische Erkrankung bezeichnet, die durch eine Zunahme des Körpergewichts mit Ansammlung von Körperfett in einem sehr hohen Ausmaß gekennzeichnet ist, das die Gesundheit erheblich beeinträchtigt. Nach dem BMI gilt als krankhaft adipös, wer einen BMI > 40 kg/m² hat.
Wenn ein Mensch krankhaft adipös ist, entstehen zahlreiche ernste Gesundheitsprobleme, sodass eine Gewichtsabnahme zwingend notwendig ist, um seinen Zustand ins Gleichgewicht zu bringen. Dies wird mit zwei Methoden erreicht:
- Ernährungsbegleitung und Bewegung für eine gleichmäßige, natürliche Gewichtsabnahme
- Bariatrische Operation
Im ersten Fall verliert die Patientin bzw. der Patient in Zusammenarbeit mit der Diätologin bzw. dem Diätologen, die/der einen individuellen Ernährungsplan erstellt, auf natürliche und gesündere Weise in normalem Tempo Körperfett. Gleichzeitig ist die Zusammenarbeit mit einer Trainerin bzw. einem Trainer und oft auch mit einer Psychologin bzw. einem Psychologen sehr wichtig.
Im zweiten Fall findet die Person einen Ausweg in der bariatrischen Chirurgie, weil es ihr schwerfällt, einen Ernährungsplan einzuhalten, oder sie den Erfolg einer Gewichtsabnahme nicht halten kann. Hier ist zu betonen, dass eine solche Operation nicht in erster Linie aus ästhetischen Gründen durchgeführt wird, sondern vor allem zur Verbesserung der Gesundheit und zur Senkung von Morbidität und Mortalität.
Was ist eine bariatrische Operation?
So nennt man den (laparoskopischen) Eingriff, der die Menge an Nahrung verringert, die die Person essen kann, und die Zeit verlängert, in der sie sich satt fühlt. Dies geschieht, indem der Teil des Magens verkleinert wird, der die Nahrung speichert. Im Grunde führt er mit einer der folgenden Methoden zur Gewichtsabnahme:
- Verstellbares Magenband (Lap-Band)
- Magenbypass
- Vertikale Gastroplastik (nach Mason)
- Sleeve-Gastrektomie (Schlauchmagen)
Bariatrische Chirurgie richtet sich an bestimmte Patientinnen und Patienten mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 40 oder mehr oder mit einem BMI von 35 bis 39,9 und ernsten Gesundheitsproblemen. Die Person muss jedoch bestimmte medizinische Kriterien für einen solchen Eingriff erfüllen.
Außerdem ist es sehr wichtig zu betonen:
- Die Person sollte sich des gesamten Ablaufs der Operation zu 100 % bewusst und darüber informiert sein.
- Wie bei allen Operationen gibt es auch hier ein kleines Risiko.
- Die Person sollte zu radikalen Veränderungen gegenüber ihren bisherigen Gewohnheiten entschlossen sein.
- Sie sollte die Anweisungen der Ärztin bzw. des Arztes strikt befolgen.
- Nach der Operation werden Diätologin/Diätologe, Trainer/in und in manchen Fällen Psychologin/Psychologe wichtige Partner der Person sein.
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